Linux und USB WLAN Stick, eine unendliche Geschichte?

Da ich bereits seit 2001 exklusiv Linux einsetze bin ich doch schon sehr leidgeprüft was die Neuanschaffung von Hardware angeht. Ob es sich nun um einen Scanner handelt, den neuesten Drucker oder - vor allem - eine Grafikkarte des falschen Herstellers, oft heißt es nur: "leider nein" oder zumindest "ja schon, aber nur mit ordentlicher Bastelei, und dann nur eingeschränkt". Positiv betrachtet hat mich diese Angst vor Inkompatibilität jedoch schon vor so manchem Impulskauf bewahrt, hat also alles auch seine Vorteile ;-)

Doch was darf ich heute erleben, im März 2008? Für meinen alten Athlon 1600+ wurde ein kabelloser Zugang zum Netz gebraucht. Kurz einmal im Internet gestöbert und von größten Problemen sowohl mit PCI Karten als auch mit USB Sticks gelesen, ojemine. Daher habe ich mich beim Elektrofachhandel einfach für den billigsten, 18 Euro USB Wireless LAN Stick der Firma Hama entschieden. Billig heißt ja nur zu oft auch Standardchipsatz, und diese werden in unzähligen Produkten verwendet. Auf der Packung steht noch: "Unterstützt Mac OSX", ist ja dann zu Linux fast nur ein Katzensprung, denke ich mir mit etwas gekünsteltem Optimismus. An meinen Ubuntu 7.10 Rechner angestöpselt, lsusb: "Bus 005 Device 002: ID 148f:2573 Ralink Technology, Corp.", aha sieht ja recht gut aus, fast zu gut. Ich habe also auf mein Network-Manager Icon geklickt und siehe da, mein WLAN wurde erkannt!! Ich musste es nur noch auswählen, das Passwort eingeben und ich war on-line!

Kaum zu glauben eigentlich. Keine Fuddelei, keinen Treiber compilieren, nix, einfach anstöpseln und ich bin "drin".

Hier nochmal die genaue Artikelbeschreibung samt Link:
hama Wireless LAN USB Stick 54 Mbps

Jedoch seid gewarnt. Hersteller lieben es den verwendeten Chipsatz komplett auszutauschen ohne die Artikelbezeichnung auch nur geringfügig zu ändern. Dies führt dazu, dass es eventuell überhaupt keinen passenden Treiber für Linux gibt.